I. Allgemeines zum LMS

Das LMS reflact-train ist eine Eigenentwicklung aus dem Hause der reflact AG, Oberhausen. Es zeichnet sich im Wesentlichen aus durch

  • seinen modularen Aufbau,
  • seine Kompatibilität zu anderen (auch externen) Systemen,
  • seine hohe Ausbaufähigkeit in unterschiedlichsten Ebenen und zeitlichen Abfolgen,
  • seine äußerst stabile Performance auch unter hoher Frequentierung und
  • seine Möglichkeiten zur Abbildung hochgradig intelligenter Logiken und Abhängigkeiten zwischen und innerhalb von Lerneinheiten.

Die Grundlage von reflact-train ist ein Basismodul bestehend aus einer User- und Accountverwaltung ergänzt durch ein Zertifikatsmanagement. Diese Komponenten ermöglichen zusammen mit Content-Bausteinen ein eLearning nach dem Prinzip: Alle dürfen alles lernen. Durch die Prozess- und Kompetenzadministration können beispielsweise Entwicklungs- bzw. Ausbildungsziele der Nutzer [1] festgelegt und Lerninhalte in Lernprozessen zur Erreichung von definierten Entwicklungszielen zusammengeführt werden.
Der Lerner findet diesen Prozess in seinem Trainingsplan. Letzteres erfolgt unter Beachtung der eigens für die Prozesse festgelegten Logiken und Abhängigkeiten zwischen den Lerninhalten und den Lernprozessen. So können Lerninhalte beispielsweise Schritt für Schritt freigeschaltet oder auch zeitgesteuert zugewiesen werden. Mit reflact-train erfolgt ein Lernen nach dem Muster: Alle Nutzer dürfen alle Inhalte nach bestimmten Mustern und Abläufen lernen.
Die Kompetenzadministration regelt die Vergabe, die Gültigkeit und auch den Entzug von Kompetenzbereichen und -graden als Ausdruck eines erlangten oder auch nicht erlangten Entwicklungs- bzw. Ausbildungsziels. Ein Kompetenzentzug wird ebenfalls über das Kompetenzmanagement administriert und nachgehalten. Jede Ausstellung eines Kompetenzbereichs, beispielsweise nach
bestandenem Test als letztem Baustein eines Lernprozesses, führt zur Abbildung des Lernstandes im Lernkonto des Nutzers.
Zusätzlich liefern die Kompetenzbereichsstände wertvollen Dateninput für die Erstellung von Reporten.
Durch die Definition von Filtern können Nutzer beispielsweise aufgrund ihrer Dienstpostenbeschreibung oder ihrer Kostenstelle aus der Gesamtzahl der Nutzer des LMS gefiltert und in Zielgruppen zusammengeführt werden. So können Lerninhalte nicht mehr pauschal allen Nutzern zugewiesen werden, sondern direkt einer Gruppe von Nutzern, die aufgrund eines gemeinsamen Filters ein gleiches Entwicklungsziel verfolgt. Im Umkehrschluss können auf diesem Wege auch Lerninhalte nur bestimmten Nutzern zugänglich gemacht
werden. Für andere bleiben sie „unsichtbar“. Wechselt ein Nutzer seinen Dienstposten, so wird ihm nach entsprechendem Abgleich der Personalstammdaten (PStD) automatisch ein für diesen Posten definiertes Entwicklungsziel und damit ein bestimmter Lernprozess zugewiesen.
Wesentlicher Treiber einer automatisierten, dynamischen Regelung von Befugnissen innerhalb des LMS ist das Rollen- und Rechtemanagement. Mit dieser Steuerungseinheit werden zunächst definierte Rechte in Abhängigkeit von Zielobjekten und Zielgruppen in Zuständigkeitspakete zusammengefasst. Diese wiederum können einzeln oder auch in höherer Anzahl zu Rollen zusammengefasst werden. Rollen können aufgrund von Merkmalen automatisch oder aber über eine administrative Oberfläche manuell bestimmten Nutzern zugewiesen werden. Das einfache Prinzip dahinter: Ein Nutzer darf nur machen, was er sieht.
Beispiel: Ein Nutzer in der Rolle eines Administrators für den Zertifizierungsprozess A darf, bezogen auf alle Lerninhalte und
Lernprozesse (Zielobjekte) sowie die Lerner dieses Zertifizierungsprozesses (Zielgruppe), Zuweisungen, Freigaben und Aberkennungen aussprechen (Recht 1 bis 3). Darüber hinaus hat er in seiner Rolle weitere Zuständigkeiten, die ihm noch andere Rechte, gewähren. Wechselt der Administrator seine Rolle, wechseln automatisch seine Zuständigkeitsbereiche und die damit verknüpften Rechte.
Selbstverständlich kann in reflact-train auch eine Nachrichtenfunktionalität ähnlich einem E-Mail-System integriert oder an ein bestehendes externes System angeschlossen werden. Auf diesem Wege können je nach Berechtigungsgrad Nachrichten verschickt, empfangen, weitergeleitet oder als Standardwurfsendung generiert werden. Mit der Definition von Events innerhalb des LMS, zum Beispiel dem Ablauf einer Zertifizierung in einem Ausbildungsweg, kann das System bei implementiertem Notification Service automatische Nachrichten an die entsprechende Person oder einen bestimmten Personenkreis versenden.

 

[1] Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird im Text von „der Lerner“ oder „der Nutzer“ gesprochen, wobei weibliche und männliche Nutzer/Lerner gleichermaßen angesprochen werden.